Smart, zentralisiert, effizient: Das Verwaltungsgebäude nimmt Gestalt an
Der Kanton Luzern baut auf dem Seetalplatz sein neues Verwaltungsgebäude (KVSE). Ganz im Sinne der Smart City LuzernNord zentralisiert und vereint der Kanton seine rund 30 Dienststellen und bietet der Bevölkerung eine zentrale Anlauf-, Auskunfts- und Beratungsstelle. Bis im Oktober 2026 soll das rund 192 Millionen Franken teure Projekt fertiggestellt und mit dem Einzug begonnen werden.
Nachgefragt beim Kanton: Interview mit Oliver Dolder, Vorsitzender des Leitungsteams KVSE
«Mit der Zustimmung des Kantonsrats im Oktober zum Sonderkredit haben wir einen weiteren, wichtigen Schritt gemacht im Projekt», so der Vorsitzende des Leitungsteams KVSE, Olivier Dolder. «Wir können die bestehenden Flächen optimaler ausnutzen und mit der Aufstockung im Innenhof gar noch mehr Raum schaffen. Zudem gelingt es uns mit der Erweiterung im Bereich PV-Anlagen, noch nachhaltiger zu werden». Damit kostet das neue Verwaltungsgebäude am Seetalplatz im Entwicklungsschwerpunkt LuzernNord nun rund 192 Millionen Franken.
Eine besondere Herausforderung beim Projekt ist die Nähe der Baustelle zu den angrenzenden Kantonsstrassen. Zwischen der Strasse und der Baustelle liegt oftmals nur das Trottoir. Viel Platz zum Rangieren oder beim Anliefern von Waren und Material bleibt da nicht. Im Juli 2024 wurden die Spundwände gezogen. Dazu musste während zwei Einsätzen die Strasse gesperrt werden. Damit dies ohne grösseren Einfluss auf den Verkehr geschehen konnte, wurden diese Arbeiten spätabends durchgeführt. «Wir sind, wann immer es zu Einschränkungen für den Verkehr oder die Anwohnerinnen und Anwohner kommt, mit den Betroffenen im Austausch und versuchen frühzeitig zu informieren. Das ist uns bis jetzt gut gelungen, zum Glück», betont Dolder.

Bild: Kanton Luzern
Mit Change-Management und Desk-Sharing zu mehr Effizienz
Neben den baulichen Themen beschäftigt sich das Leitungsteam auch mit der internen Transformation: Nebst dem Vereinheitlichen von Prozessen und Abläufen wird auch Desk-Sharing die Arbeitsweise in der KVSE prägen. Heisst konkret, es gibt keine fixen Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden mehr. Stattdessen stehen flexible Arbeitsplätze zur Verfügung, welche je nach Bedarf genutzt werden können. Diese Umstellung soll nicht nur den Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht werden, sondern auch die Effizienz in der Verwaltung erhöhen. «Sitzungen und Termine zwischen verschiedenen Dienststellen können so unter einem Dach stattfinden. Das spart Zeit, erleichtert den Arbeitsalltag und reduziert Fahrten sowie Emissionen», führt Dolder aus.
«Weiter positioniert sich der Kanton mit Desk-Sharing als moderner Arbeitgeber, der den heutigen Anforderungen an Flexibilität und Nachhaltigkeit gerecht wird», erklärt Dolder. Der Umstieg auf dieses Arbeitsmodell ist ein zentraler Bestandteil des Change-Managements, welches den gesamten Umbauprozess begleitet.
Baufortschritt und Meilensteine
Aktuell läuft der Rohbau, wobei das 5. Obergeschoss betoniert wird. Damit liegt das Bauprojekt weiterhin im vorgesehenen Zeitplan. Beim Kanton und der zuständigen Dienststelle Immobilien ist man zuversichtlich, dass der Rohbau bis zum Ende des ersten Quartals 2025 abgeschlossen sein wird. Danach folgt im zweiten Quartal der nächste wichtige Meilenstein: die Aufrichte. Im Rahmen dieses Ereignisses wird auch eine Zeitkapsel mit Wünschen der Lernenden in den Eingangsbereich des Gebäudes eingemauert – ein symbolischer Akt für die Zukunft des Kantons.
Für Interessierte ist der Baufortschritt des Verwaltungsgebäudes online einsehbar. Auf der Webseite der kantonalen Verwaltung gibt es Live-Bilder von den Bauarbeiten, die per Webcam zugänglich sind. So können Bürgerinnen und Bürger die Entstehung des neuen Verwaltungszentrums hautnah verfolgen.
Link zur Webseite
Vorzeigeprojekt als funktionales Zentrum
Mit dem Neubau und der damit verbundenen Zentralisierung der Kantonalen Dienststellen setzt der Kanton Luzern ein deutliches Zeichen in Richtung Digitalisierung und Innovation. Durch die Schaffung moderner Arbeitsbedingungen, die Förderung von Effizienz und Nachhaltigkeit sowie die Integration neuer Arbeitsmodelle wird die Verwaltung fit gemacht für die Herausforderungen der Zukunft. Bis im Jahr 2026 soll das neue Gebäude nicht nur ein funktionales Zentrum für die Mitarbeitenden bieten, sondern auch ein zukunftsweisendes Vorzeigeprojekt für eine moderne, smarte und nachhaltige Verwaltung werden.
LuzernPlus freut sich, im Jahr 2026, mit dem Bezug des neuen Verwaltungsgebäudes am Seetalplatz, geografisch noch näher mit dem Kanton zusammenarbeiten zu können.
