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Rontaler Gleisweg für sicheren Veloverkehr

Im Auftrag der Rontaler Gemeinden plante LuzernPlus im Gebiet LuzernOst einen gemeinsamen Gleisweg für Velofahrerinnen und Velofahrer. Die Gemeinden Buchrain, Dierikon, Gisikon und Root hatten dem entsprechenden Kredit zugestimmt, der Einwohnerrat Ebikon hingegen hat die Kostenbeteiligung kurz vor Weihnachten mit klarer Mehrheit abgelehnt. Zu Beginn des Jahres 2025 wurde nun über das weitere Vorgehen entschieden.

Geplant war ein sogenannter Gleisweg, der sich entlang der Bahnlinie von Ebikon bis Root erstreckt. Dieser knapp fünf Kilometer lange Radweg sollte die wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in der Region miteinander verbinden und gleichzeitig die Verkehrsströme entflechten, indem er die Hauptverkehrsachsen entlastet. Ziel war, sowohl die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen als auch die Mobilität im Rontal zu verbessern. Die Strecke wäre grösstenteils als reiner Radweg geführt worden, auf einigen kürzeren Abschnitten im Mischverkehr mit Autos oder Landwirtschaftsfahrzeugen. An den Anfangs- und Endpunkten wäre der Weg als kombinierter Rad- und Gehweg ausgeführt.

Teil des Agglomerationsprogramms

Der Gleisweg ist Teil eines umfassenden Verkehrskonzepts, das die Förderung des Veloverkehrs als zentrale Massnahme zur Bewältigung des wachsenden Mobilitätsbedarfs sieht. Bereits im Gesamtverkehrskonzept LuzernOst aus dem Jahr 2018 haben die beteiligten Gemeinden festgehalten, dass eine Verlagerung des Verkehrs auf den öffentlichen Verkehr sowie auf den Velo- und Fussverkehr angestrebt wird. Der geplante Gleisweg sollte dabei eine Schlüsselrolle spielen, da er Arbeitsplatzzonen, Wohnquartiere und Einkaufsmöglichkeiten im Rontal bequem und sicher mit dem Velo erreichbar macht.

Das Projekt ist Teil des Agglomerationsprogramms des Bundes (3. Generation), das die Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs in städtischen Gebieten unterstützt. Das Vorprojekt wurde im Dezember 2021 genehmigt. Das Bauprojekt wurde in den Jahren 2022 bis 2024 ausgearbeitet. Der Gleisweg sollte ein Vorbild für ähnliche Projekte in der Region werden, indem bestehende und zukünftige Radwege an das Konzept angebunden werden können.

Gesamtkosten von 4,2 Millionen Franken

Der geplante Gleisweg erstreckt sich über 4,92 Kilometer, wobei grösstenteils bereits bestehende Güterwege und Strassen genutzt werden, die teilweise verbreitert, markiert und beschildert werden. Die Regelbreite des Weges beträgt 3,6 Meter, während auf Abschnitten, die als kombinierter Rad- und Gehweg geführt werden, eine Breite von 4 Metern vorgesehen ist. An Engstellen kann die Breite auf ein Minimum von 2,5 Metern reduziert werden. Grundsätzlich wird der Weg nicht beleuchtet, jedoch sind an unübersichtlichen Stellen wie scharfen Kurven oder Kreuzungen Beleuchtungen vorgesehen. In einigen Bereichen hätte der Weg komplett neu gebaut oder bestehende Wege verbreitert werden müssen.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 4,2 Millionen Franken. Der Bund trägt im Rahmen des Agglomerationsprogramms 1,1 Millionen Franken bei, während die restlichen 3,1 Millionen Franken von den beteiligten Gemeinden hätten übernommen werden sollen.

Die Gemeinden Buchrain, Dierikon, Gisikon und Root hatten dem Kredit zugestimmt, der Einwohnerrat Ebikon hingegen hat die Kostenbeteiligung kurz vor Weihnachten mit klarer Mehrheit abgelehnt. Diesen demokratischen Entscheid gilt es selbstverständlich zu respektieren. Zu Beginn des neuen Jahres hat LuzernPlus mit den Gemeinden gemeinsam den Entscheid analysiert und den Projektabbruch beschlossen.